Kinesiologischer Muskeltest: Wie funktioniert er?

Du kennst sicher den Spruch „Setz dich erst einmal“, wenn man jemandem eine schlechte Nachricht überbringt. Und jeder von uns hat schon erlebt, dass in solchen Momenten die „Knie weich werden“. Das gleiche gilt für den Satz „vor Schreck etwas fallen lassen“.

Wenn unser System, und damit meine ich die Einheit Körper, Geist und Seele, mit einer Information oder einem Geschehen konfrontiert wird, welches als bedrohlich eingeordnet wird, dann kann es sein, dass das ganze System auf Notversorgung umschaltet. Die Organe und das Gehirn bekommen alle Energie zugeführt, um zu überleben. Und die Muskulatur (Armen und Beine) bekommen weniger oder sogar keine Energie und reagieren automatisch geschwächt, bis hin zur Ohnmacht.

Die Methode „Three in One Concepts®“ (Psychokinesiologie), testet nicht die „Muskeln“ als solches. Wir testen die Auswirkungen des negativen emotionalen Stresses auf Muskeln. Das Muskeltesten ermöglicht es, ungeachtet des bewussten Verstandes und unseres Glaubenssystems, mit dem Unterbewusstsein und dem Zellgedächtnis des Körpers „zu sprechen“.

Durch diesen Wechsel zwischen „starker“ und „schwacher“ Muskulatur ist die „Quelle“ unterbewusster Verleugnungen und verdrängter Erinnerungen, die sich in Blockaden zeigen, zu identifizieren und das sogar ohne verbale Besprechung der Vorgeschichte.

Blockaden sind Begrenzungen, die wir uns schaffen, weil wir etwas nicht mehr oder nicht noch einmal erleben wollen.

Die besondere Stärke dieser Methode sehe ich darin, dass sie sanft, individuell und zielorientiert ist. Man kann die „Dinge“ sehr schnell auf den Punkt bringen. Und nach meiner Erfahrung gibt es nichts, was „nicht geht“.

Nach meiner über 35jährigen Erfahrung damit weiß ich, dass man sich auf das System des Klienten verlassen kann, denn es lässt „nur“ das zu, was gerade zu deinem Wohl nötig ist und was von deinem individuellen System im Moment zu verarbeiten ist.

Psychokinesiologie in der Trauer

Auch Trauer kann sich tief im Körper zeigen. Ein Verlust betrifft nicht nur unsere Gefühle und Gedanken. Unser ganzes System reagiert darauf. Manchmal unmittelbar, manchmal erst Wochen, Monate oder sogar Jahre später.

Besonders ein Schockerlebnis im Zusammenhang mit einem Verlust kann Spuren hinterlassen. Wenn die Todesnachricht völlig unerwartet kam oder du etwas gesehen oder erlebt hast, das dich überwältigt hat. Und du musstest in diesem Moment einfach funktionieren.

In solchen Situationen kann unser ganzes System in einen Ausnahmezustand geraten. Oft bleibt ein Teil dieser Stressreaktion bestehen, obwohl das eigentliche Ereignis längst vorbei ist. Bestimmte Bilder, Erinnerungen, Orte oder Situationen können dann immer wieder starke Gefühle oder körperliche Reaktionen auslösen.

Du funktionierst nach außen weiter, während dein Körper längst etwas anderes erzählt. Du spürst Erschöpfung, innere Unruhe, Anspannung oder körperliche Beschwerden. In dir gibt es Gefühle, die du nicht ausdrücken konntest oder durftest. Manches davon ist dir bewusst, anderes liegt tiefer.

Nicht die Trauer selbst ist eine Blockade. Das, was du rund um den Verlust erlebt hast, kann zusätzlichen emotionalen Stress hinterlassen und zu Blockaden führen.

Gerade in der Trauer kann der kinesiologische Muskeltest für mich deshalb ein wertvolles Werkzeug sein. Er kann Hinweise darauf geben, wo emotionaler Stress gebunden ist und was hinter einer Reaktion oder Blockade stehen könnte.

Mit Hilfe der Psychokinesiologie können wir diesen Zusammenhängen Raum geben und schauen, was dein System im jeweiligen Moment braucht. Besonders dann, wenn Worte fehlen oder dein Verstand keine Antwort findet.

Psychokinesiologie auch online

Psychokinesiologische Begleitung ist auch online möglich. Da ich deinen Muskel dabei nicht direkt testen kann, übernehme ich den Test stellvertretend für dich mit einem Tensor.

(Ein Tensor ist ein feines Testinstrument mit einem flexiblen Stab, das auf kleinste Bewegungen reagiert. Der Tensor stellt dabei keine medizinische Diagnose und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Für mich ist er ein Werkzeug innerhalb meiner psychokinesiologischen Arbeit.)

Zu Beginn klären wir dein Thema und das, was dich im Moment belastet oder beschäftigt. Während unseres Gesprächs teste ich mit dem Tensor gezielt Fragen und mögliche Zusammenhänge. So können wir Schritt für Schritt eingrenzen, wo emotionaler Stress gebunden ist, welche Erfahrungen damit verbunden sein können und was dein System im Moment braucht.

Du bist während des gesamten Prozesses dabei. Ich benenne dir, was ich teste und welche Reaktionen sich zeigen. Daraus ergibt sich der weitere Verlauf unserer Sitzung.

Auch die passenden Schritte aus meinem psychokinesiologischen „Werkzeugkasten“ teste ich individuell aus. So entsteht keine Sitzung nach einem festen Schema. Wir folgen dem, was sich bei dir und für dein aktuelles Thema zeigt.

Ein Beispiel einer Blockade:

„Auf dem Schulweg kam ein Junge an einem Haus vorbei, vor welchem ein sehr großer schwarzer Hund saß. Der Hund bellte ihn an und rannte auf ihn zu. Der Junge erschrak so sehr, dass er nie wieder an dem Haus vorbeigehen wollte. Er ging einen anderen Weg zur Schule. Er vermied es dem Hund zu begegnen.

Irgendwann vergaß er das Erlebnis, aber immer, wenn er heute als Erwachsener einen schwarzen Hund sieht, fühlt er sich unwohl und versucht dem Hund aus dem Weg zu gehen. Ohne zu wissen warum“

Du kennst sicher eigene Beispiele aus deinem eigenen Leben, z.B. aus der Schulzeit (ausgelacht oder rot werden), an die du dich nicht mehr bewusst erinnerst, die sich aber in bestimmten Situationen zeigen, z.B. wenn du vor einer Gruppe etwas sagen sollst/musst.

Diese alte Blockade, die nicht bewusst ist, können wir mit Hilfe meines „Werkzeugkastens“ aufdecken und lösen, sodass es dir möglich ist, in Zukunft ohne „mulmiges“ Gefühl in die Situationen zu gehen und neue positive Erfahrungen zu sammeln.

Wie der kinesiologische Muskeltest in der Trauerbegleitung eingesetzt wird und was er dir in einer Zeit des Abschieds zeigen kann, liest du im Beitrag "Wie funktioniert der kinesiologische Muskeltest in der Trauerbegleitung?"

Wenn du dich tiefer mit Trauer, Verbindung und dem eigenen Weg zurück ins Leben beschäftigen möchtest, findest du mehr in meinem Buch "Trau dich zu trauern".

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